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Ersatzpflanzung & Ausgleichspflanzung – einfach erklärt
Wenn der Boden durch Bauarbeiten (Gebäude, Wege, Parkplätze) versiegelt wird, gehen natürliche Funktionen des Bodens verloren. Diese Eingriffe müssen durch so genannte Ersatzpflanzungen oder Ausgleichspflanzungen ausgeglichen werden.
Ziel ist es, den ökologischen Verlust auszugleichen und natürliche Funktionen wie Artenvielfalt, Klimaregulierung und Bodenschutz zu erhalten.Welche Pflanzen eignen sich für die Ausgleichspflanzung?
Nachdem die Baugenehmigung erteilt wurde, bekommt man bestimmte Auflagen, die für die Bepflanzung eingehalten werden müssen.
Grundlage ist meist die Einteilung in Wuchsklassen, die sich an der Endhöhe orientieren:
Bäume der Wuchsklasse I / Bäume der 1. Ordnung: Endhöhe > 20m
Bäume der Wuchsklasse II / Bäume der 2. Ordnung: Endhöhe > 10m und < 20m
Bäume & Sträucher der Wuchsklasse III / Bäume & Sträucher der 3. Ordnung: Endhöhe <10m
Entscheidend ist auch die Wahl standortheimischer und standortgerechter Arten, die den regionalen Gegebenheiten entsprechen. Viele Kommunen stellen hierfür verbindliche Pflanzenlisten zur Verfügung.
Ebenfalls sind bei Ersatzpflanzungen Vorgaben zum Stammumfang zu beachten.
Häufig wird ein Mindestumfang (z. B. 10–12 cm) oder eine Mindesthöhe (z.B. 2-2,5 m) gefordert. Auch für den Pflanzabsand gibt es Vorgaben wie z.B. einen Reihenabstand von 2 m oder einen Abstand zwischen den Pflanzen von 1,5 m bspw. für Sträucher.
Diese Anforderungen sind je nach Kommune unterschiedlich und sollten der jeweiligen Auflage entnommen oder vor der Bestellung mit dem zuständigen Amt abgestimmt werden.
Viele der Pflanzen für Ihre Ausgleichspflanzung finden Sie bei uns:
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Wuchsklasse I (Wuchsendhöhe > 20m)
> Acer platanoides / Spitz-Ahorn
> Acer pseudoplatanus / Berg-Ahorn
> Aesculus hippocastanum / Gemeine Rosskastanie
> Fagus sylvatica / Rot-Buche
> Fraxinus excelsior / Gemeine Esche
> Juglans regia / Walnussbaum
> Pinus sylvestris /Gemeine Kiefer
> Populus canescens / Grau-Pappel
> Populus nigra / Schwarz-Pappel
> Populus tremula / Zitter-Pappel
> Quercus petraea / Trauben-Eiche
> Quercus robur / Stiel-Eiche
> Salix alba / Silber-Weide
> Tilia cordata / Winter-Linde
> Tilia platyphyllos / Sommer-Linde
> Ulmus glabra / Berg-Ulme -
Wuchsklasse II (Wuchsendhöhe > 10m und < 20m)
– Acer campestre / Feld-Ahorn
– Alnus cordata / Herzblättrige Erle
– Alnus glutinosa / Rot-/ Schwarzerle
– Alnus incana / Grau-Erle
– Betula pendula / Weiß-Birke
– Carpinus betulus / Hainbuche
– Prunus avium / Vogelkirsche
– Pyrus pyraster / Holzbirne
– Sorbus aria / Mehlbeere
– Sorbus aucuparia / Eberesche
– Sorbus domestica / Speierling
– Sorbus torminalis / Elsbeere -
Wuchsklasse III (Wuchsendhöhe < 10m)
– Cornus mas / Kornellkirsche
– Corylus avellana / Haselnuss
– Crataegus monogyna / Eingriffiger Weißdorn
– Euonymus europaeus / Pfaffenhütchen
– Hippophae rhamnoides / Gewöhnlicher Sanddorn
– Ilex aquifolium / Stechpalme
– Malus sylvestris / Holzapfel
– Prunus mahaleb / Steinweichsel
– Prunus padus / Traubenkirsche
– Rhamnus frangula / Faulbaum
– Sambucus nigra / Schwarzer Holunder
– Sambucus racemosa / Traubenholunder
– Salix caprea / Salweide
– Salix cinerea / Grauweide
– Salix pentandra / Lorbeerweide
– Taxus baccata / Gemeine Eibe
– Viburnum lantana / Wolliger Schneeball
– Viburnum opulus / Gewöhnlicher Schneeball
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Weitere Informationen
Bei der Entfernung von ungewünschten Pflanzen ist darauf zu achten, dass dies nicht während der Brut- und Setzzeit (April bis Juli) erlaubt ist. Der radikale Rückschnitt soweit komplettes Entfernen von Pflanzen ist während dieser Zeit verboten.
Auch beim Setzen der neuen Bäume oder Gehölze ist zu beachten, dass dies nur dann ganzjährig möglich ist, wenn die Pflanze im Topf/Container in der Baumschule verfügbar ist. Pflanzen, die wurzelnackt oder im Ballen gepflanzt werden sollen, bekommt man nur von Oktober bis Mai, da diese im Sommer Energie in das Wurzelwachstum stecken.
Informieren Sie sich bei dem für Sie zuständigen Ordnungsamt um die genauen Vorgaben zu erfahren, bevor Sie Ihr Pflanzprojekt planen.
